Küstenjournal: Urlaubermagazin - Region Fischland-Darß-Zingst
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Küstenjournal: Aus den Feldern von Saal (Ribnitz-Damgarten) /Nationalpark Vorpommern
Gernot Haffner (Leiter Nationalpark Vorpommern)

Nationalpark Vorpommern

Nationalpark und Tourismus

Der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft versteht sich als Hüter und Vermittler in einem einmaligen Naturgebiet. Können sich hier Natur und Tourismus Hand in Hand entwickeln?

Der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft ist ein Juwel. Er schützt eine einzigartige Landschaft, die es kein zweites Mal in Europa gibt. Wasser, Weite, Wald, das Windwatt, die vielfältige Tierwelt, besondere Pflanzen - all das prägt den Park und zieht naturverbundene Besucher an, die diesen natürlichen Winkel erkunden möchten. Rund drei Millionen Besucher schätzt das Nationalparkamt jährlich.

1970 wurde im Bayerischen Wald der erste deutsche Nationalpark gegründet. Heute gibt es 15, der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft ist der drittgrößte. Er wurde 1990 gegründet und umfasst zwischen Rostock und Rügen 786 Quadratkilometer. In Deutschland soll der Nationalpark großräumigen Schutz von Gebieten mit besonderen Eigenarten leisten.

Voraussetzung ist ein von Menschen möglichst wenig beeinflusster Zustand der Landschaft. Der Park unterliegt eigener Dynamik, ist ökologisch wertvoll und zeigt besondere Schönheit. Verboten ist, was dem Schutzzweck zuwider läuft. Laut IUCN (International Union für Conservation of Nature an Natural Resources) entspricht ein Nationalpark der Schutzstufe II. Hier können im Unterschied zum Naturreservat (Schutzzone I) bis zu 25 Prozent der Fläche wirtschaftlich genutzt werden, etwa zur Jagd, für Fischerei oder Tourismus. Der Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft wurde in zwei Schutzzonen aufgeteilt. Ziel ist es, die Fläche langfristig in einen naturnahen Zustand zu überführen. Das dauert Jahrzehnte.

Welche Grundgedanken, welche Philosphie steht hinter dem Nationalpark?
Die Frage geht an Gernot Haffner, Leiter des Nationalparkamtes Vorpommern mit Sitz in Born. „Es darf wachsen, was wächst“, beschreibt er mit Blick auf die Kernzonen des Parks. Das sind Zonen, die der angestrebten Naturnähe bereits entsprechen und wo strengere Auflagen gelten. „Wir sind der letzte Bereich, wo ein Freiküsten-Austausch stattfindet. Prerow beispielsweise hat natürliche Ab- und Anlandungsgebiete. Hier kann sich die Küste frei entwickeln.“ Wer am Weststrand spaziert oder den Darßer Ort besucht, weiß um die Einzigartigkeit dieser Landschaft.

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Autor: Hildegard Selle
Fotos: Sten Britt
Quelle: Auszug Küstenjournal Ausg. 2-2014

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