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Ostseebad Ahrensoop

Was ist ein echter Dörner?

Seine künstlerische Seite zeigt Rainer Dörner nicht jedem. Zunächst offenbart er sich als sehr herzlicher und freundlicher Mensch, der sich über eine ihn ergänzende Frau an seiner Seite freuen kann.

Eben diese Wahrnehmung seiner Persönlichkeit macht den 71 jährigen Künstler für mich sehr sympathisch und menschlich wertvoll. Frau Dörner setzt sich zu uns und hat soeben Kaffee serviert. Wir beginnen, uns zu unterhalten...

Wie lange sind Sie schon in Ahrenshoop?
In Ahrenshoop sind meine Frau und ich schon seit den sechziger Jahren. Seinerzeit sind wir zwischen Rostock und unserem jetzigen Haus in Ahrenshoop noch gependelt. Mit derWende haben wir die Rostocker Wohnung aufgegeben und sind seitdem ständig in Ahrenshoop. In der Zeit haben wir auch das Haus umgebaut.

Wie würden Sie die Künstlerszene in Ahrenshoop derzeit beschreiben? Welchen Künstlern kann man hier begegnen?
Vorrangig findet man hier Keramiker und autodidaktisch arbeitende Maler. Ich bin einer der wenigen noch freiberuflich arbeitenden Maler hier. Am regelmäßig stattfindenden Stammtisch treffen sich verschiedene Künstler aus der Umgebung, wo man Erfahrungen und Erlebnisse austauscht. Finden werden Sie dort z.B. auch Hans Götze, den Ahrenshooper Bürgermeister, der auch Maler ist und das nächste Mal auch Lutz Gerlach, einen Musiker.

Herr Dörner. Wie ordnen Sie sich selbst als
Künstler ein? Sie sind ja nicht nur Maler.

Ja das stimmt. Ich bin gelernter Schriftmaler, in der DDR damals noch ein Lehrberuf. Nach einer beruflichen Tätigkeit als Plakatmaler, begann ich 1960 ein Studium in Heiligendamm, an der Fachschule für angewandte Kunst. Seinerzeit war ich aktiver Sportler und nahm im gleichen Jahr an Ausscheidungswettkämpfen in Rom für die Olympischen Spiele teil. Ich war Leichtathlet. Wegen des Sports studierte ich, nicht wie üblich 3 Jahre, sondern 6 Jahre. Als Gebrauchsgrafiker habe ich u.a. das Signet der Rostocker Straßenbahn, sowie das der Fußballmannschaft „Hansa Rostock” entwickelt. Das entstand in Zusammenarbeit mit dem Maler Karl-Heinz Kuhn. Die ursprünglichen Trikots stammen auch aus meiner Feder. Seit der Wende male ich nur noch und fertige Plastiken. Anlass, mich mit Plastiken zu beschäftigen, waren die Pfosten an meiner Hauseinfahrt. Da mußten Katzen drauf. Inzwischen fertige ich Skulpturen z.B. auch für die AIDA Schiffe.

Und nun frage ich Sie etwas, was nur ein Laie fragen kann. Was ist ein echter Dörner?
Das kann ich kaum sagen. Meine anfänglichen Bilder lassen sich mit den heutigen nur schwer vergleichen. Im Laufe der Zeit habe ich begonnen, immer mehr zu abstrahieren. Ich reduziere gern auf dasWesentliche.AmSignet, das jedes Bild von mir trägt, werden Sie es sicher erkennen..

Autor: Sten Britt
Quelle: Auszug Küstenjournal Ausg. 2-2008

 

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