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Barth

Adliges Fäuleinstift

1255 erhielt Barth durch Fürst Jaromar II. von Rügen lübisches Stadtrecht. Das Land Barth gehörte den Fürsten von Rügen, die Burg war ihr Fürstensitz. Am Ende des Nordischen Krieges (1700 – 1721) war aus dem prächtigen Renaissancebau des Barther Schlosses ein Ruine geworden. Die vielen Kriege zerstörten endgültig die Residenz des Greifengeschlechtes, das mit dem Tod Herzog Bogislaw XIV. (1637) ausstarb.

Barth kam 1648 zu Schweden und blieb bis 1815 unter schwedischer Oberhoheit. Als der schwedische König Friedrich I. eine Bitte der schwedisch–vorpommerschen Ritterschaft zustimmte, auf dem Barther Schlossgelände eine Stiftung für unversorgt gebliebene Töchter des Adels zu errichten, begann der Ausbau. Es entstand eine von einer Ringmauer umgebene dreiflügelige barocke Anlage mit einem zweistöckigen Mittelbau für die Wohnung der Priorin und dem Konventsaal. Am 3. August 1723 wurde das Stift, oder auch als Kloster bezeichnet, eingeweiht. Die ersten zehn Konventualinnen zogen ein. Hinter den Wohnungen lagen die kleinen Klostergärten. Alle Stiftdamen trugen einen 1749 von der schwedischen Königen gestifteten Orden, ein blau – weiß gehaltenes Emaillekreuz mit den Initialen der Stifterin und dem Gründungsjahr.

Im Jahre 1991 begannen endlich Aufräumarbeiten, Sanierungen und ein neues Nutzungskonzept. Heute fühlen sich Senioren in den wunderschönen sanierten Räumen des Barther Klosters sehr wohl. Das Klostermittelteil bildet heute eine Außenstelle des Vineta-Museums der Stadt Barth und zeigt zur Zeit die Sonderausstellungen der Stefanie Alraune Siebert.

Adliges Fräuleinstift zu Barth
Hunnenstraße 2
18356 Barth
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