Küstenjournal: Urlaubermagazin - Region Fischland-Darß-Zingst
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Badekultur mit lange Tradition

Bereits 1856 versuchte der Arzt Chr. Boldt aus Wustrow einen Badeort zu machen. Er hatte erkannt, welche vorzügliche Lage und Eignung der Ort dazu hatte. Er ließ Badehütten am Strand aufstellen. Doch es war die Blütezeit der Segelschiffahrt und die hier in großer Zahl ansässigen Schiffer zeigten daran kein Interesse. So blieben auch die wenigen Gäste bald ganz weg.Um1870 kam dann der Niedergang der Segelschifffahrt durch die Dampfschiffahrt und auf der
Suche nach anderen Einkünften erinnerte man sich der Badegäste. 1880 wurde, durch das Engagement des Ortspfarrers Morich, der „Gemeinnützige Verein Wustrow von 1880“ gegründet. Man erkannte, dass nur gemeinsame Anstrengungen und Umgestaltungen im Ort zum Ziel führen können. Was machtWustrow zu einem ansprechenden Badeort ? Zunächst einmal mußten Fischländer ausfindig gemacht werden, die bereit waren zu vermieten und eventuell seine Gäste auch zu verpflegen.Die Zimmer waren meist nicht zu beheizen. ZumWaschen gab es eine KanneWasser naturkalt belassen aus dem Brunnen sowie das Plumsklo auf dem Hof und nachts denTopf unter dem Bett. Es wurde ein Herren- und ein Damenbad – natürlich in angemessener, „züchtiger” Entfernung voneinander - mit Badehütten am Strand und Badestegen eingerichtet. Das Badeareal wurde mit Seilen eingegrenzt.